Eine seriöse Webdesign-Agentur erkennen Sie weniger am schicken Auftritt als an klaren Antworten. Sie sagt Ihnen vorher, was im Preis steckt und was extra kostet. Sie erklärt, wem die Seite und die Domain am Ende gehören. Und sie verspricht keine Platz-eins-Garantie bei Google. Wer bei diesen Punkten ausweicht oder mit Druck arbeitet, ist es meistens nicht. Die folgenden Warnsignale und Fragen helfen Ihnen, das vor der Unterschrift herauszufinden.
Die Warnsignale
An diesen Zeichen erkennen Sie, dass Sie genauer hinschauen sollten:
- Ranking-Garantien. Niemand kann Platz eins bei Google garantieren. Wer das verspricht, verkauft Ihnen etwas, das er nicht halten kann.
- Kein klarer Umfang. Im Angebot steht „Website” ohne Seitenzahl, Leistungen oder Grenzen. So wird aus „ab” schnell viel mehr.
- Unklares Eigentum. Auf die Frage, wem Domain und Inhalte gehören, kommt keine gerade Antwort.
- Verschwiegene Folgekosten. Hosting, Pflege und Änderungen werden erst nach dem Start zum Thema.
- Zeitdruck. „Nur heute” und „Sonderpreis” gehören in den Schlussverkauf, nicht in ein Webprojekt.
Die Fragen, die Sie stellen sollten
Sie müssen kein Fachwissen mitbringen, um einen Anbieter einzuschätzen. Es reicht, ein paar Dinge direkt zu fragen. Wem gehören Seite und Domain am Ende? Was kostet die Pflege nach dem Start, und was kostet eine kleine Änderung? Wie viele Seiten und welche Leistungen sind im Preis? Kann ich mit jemandem von Ihren bisherigen Kunden sprechen? Wer auf diese Fragen klar und ohne Ausweichen antwortet, arbeitet in aller Regel sauber.
Ein gutes Angebot beantwortet die wichtigen Fragen, bevor Sie sie stellen müssen.
Billig oder teuer sagt wenig
Ein sehr günstiges Angebot kann bedeuten, dass Sie die Arbeit am Ende selbst machen oder dass die Pflege fehlt. Ein sehr teures Angebot ist nicht automatisch besser, oft zahlen Sie Großstadtmieten und Overhead mit. Seriös ist nicht eine bestimmte Preisklasse, sondern ein Anbieter, der ehrlich sagt, was Sie für Ihr Geld bekommen. Eine Orientierung zu üblichen Preisen finden Sie im Ratgeber Was kostet eine professionelle Webseite?.
Auch zwischen Baukasten, Freelancer und Agentur gibt es kein Richtig und Falsch, nur ein Passend und Unpassend. Welcher Weg zu welchem Betrieb gehört, klärt der Ratgeber Homepage-Baukasten oder vom Profi?.
Ein Beispiel aus der Praxis
Ein Betrieb legte uns ein Angebot vor, das günstig aussah. Im Kleingedruckten stand, dass die Domain auf den Anbieter läuft und jede Textänderung extra kostet. Hätte er unterschrieben, wäre er bei jedem Schritt abhängig gewesen. Schon die Frage „Wem gehört die Domain?” hätte das vorher gezeigt. Wir haben ihm geraten, genau diese Punkte schriftlich klären zu lassen, bevor er zusagt.
Wenn Sie ein Angebot vorliegen haben und unsicher sind, schauen wir gern drüber und sagen Ihnen ehrlich, ob es fair ist. Eine kurze Nachricht über Kontakt genügt.
Häufige Fragen
Ist eine Garantie auf Platz eins bei Google möglich? Nein. Wer das verspricht, ist unseriös. Gute Anbieter erklären, was sie für Ihre Sichtbarkeit tun, ohne ein Ergebnis zu garantieren.
Wem sollten Domain und Inhalte gehören? Ihnen. Achten Sie darauf, dass die Domain auf Ihren Namen läuft und Sie Ihre Texte und Bilder behalten, auch wenn Sie den Anbieter wechseln.
Woran erkenne ich versteckte Folgekosten? Fragen Sie konkret nach Hosting, Pflege und dem Preis einer kleinen Änderung. Eine klare Antwort bekommen Sie nur bei seriösen Anbietern.