Eine eigene Website für die Ferienwohnung lohnt sich, weil jede Direktbuchung die Portalprovision spart, die je nach Portal und Modell üblicherweise im Bereich von 15 bis 20 Prozent liegt. Airbnb und Booking bleiben trotzdem wichtig, vor allem für die ersten Gäste. Die eigene Homepage ist der Ort, an dem aus diesen Gästen Stammgäste werden, die beim nächsten Mal direkt bei Ihnen buchen. Was auf die Seite gehört und wo ihre Grenzen liegen, steht hier.
Warum die Portale allein nicht reichen
Auf Airbnb und Booking gehört Ihnen weder das Profil noch der direkte Draht zum Gast. Die Portale verdienen an jeder Buchung mit, setzen ihre Regeln durch und zeigen Ihre Wohnung neben zwanzig anderen. Viele Gäste machen deshalb längst etwas anderes. Sie entdecken eine Unterkunft auf dem Portal, tippen dann ihren Namen bei Google ein und schauen, ob es eine eigene Seite gibt. Finden sie dort dieselbe Wohnung mit Kalender und Telefonnummer, buchen viele lieber direkt, oft zu einem Preis, bei dem beide Seiten besser fahren als mit Provision.
Wer eine Homepage für die Ferienwohnung erstellen lässt, baut sich genau diesen zweiten Weg auf. Er gehört Ihnen, niemand ändert die Spielregeln, und jede Buchung darüber bleibt komplett bei Ihnen.
Was auf die Homepage für eine Ferienwohnung gehört
Gäste entscheiden nach Bildern und nach Antworten auf praktische Fragen. Diese Bausteine zählen am meisten:
- Echte Fotos in guter Qualität. Alle Räume, die Aussicht, der Außenbereich, bei Tageslicht und aufgeräumt. Worauf es dabei ankommt, steht im Ratgeber Bilder für die Website.
- Die Ausstattung schwarz auf weiß. Betten und Schlafplätze, Küche, WLAN, Parkplatz, Waschmaschine, und ehrlich dazu, ob Hunde erlaubt sind und ab wie vielen Personen es eng wird.
- Belegungskalender oder Anfrageformular. Ein Kalender mit den freien Zeiten spart beiden Seiten Mails. Mindestens braucht es ein Formular mit Datum und Personenzahl und eine Telefonnummer.
- Lage und Anreise. Karte, Adresse, Entfernung zu Bahnhof und Fähre, Parken vor Ort. Wanderer und Radfahrer wollen wissen, wo Rheinsteig oder Radweg beginnen.
- Preise mit allen Nebenkosten. Preis pro Nacht, Endreinigung, Kurtaxe, Mindestaufenthalt. Wer Kosten erst auf der Rechnung zeigt, verliert die zweite Buchung.
- Bewertungen von den Portalen. Zitieren Sie echte Gästestimmen aus Airbnb oder Booking mit Quellenangabe. Sie belegen, dass die Fotos halten, was sie versprechen.
Gäste wollen vor der Buchung sehen, wie Wohnung und Aussicht wirklich aussehen.
Ein Beispiel vom Mittelrhein
Bei Vermietern zwischen Koblenz und Bingen läuft es oft nach demselben Muster. Der erste Gast kommt über Booking, wandert den Rheinsteig, sitzt abends mit einem Glas Wein auf dem Balkon und will im nächsten Jahr wieder dieselbe Wohnung. Also sucht er sie bei Google. Gibt es nur das Portalprofil, läuft auch die zweite Buchung über die Provision. Gibt es eine eigene Seite mit Kalender, Preisen und Telefonnummer, ruft er an. Genau für diesen Moment wird die Website gebaut, und je länger Sie vermieten, desto öfter tritt er ein.
Impressum nicht vergessen
Wer eine Ferienwohnung regelmäßig gegen Geld anbietet, handelt geschäftsmäßig, und damit braucht die Website ein Impressum mit Name, Anschrift und Kontaktdaten. Das gilt auch für private Vermieter mit einer einzigen Wohnung. Dazu gehören eine Datenschutzerklärung, sobald ein Kontaktformular auf der Seite ist, und vollständige Preisangaben. Beides ist schnell erledigt, gehört aber von Anfang an dazu.
Was die Portale weiter besser können
Eine ehrliche Grenze gehört in jede Planung. Airbnb und Booking bringen Reichweite, die keine neue Website über Nacht aufholt, und sie wickeln Zahlung und Stornierung eingespielt ab. Gerade im ersten Jahr kommen die meisten Buchungen weiter von dort. Die eigene Seite wächst langsamer, über wiederkehrende Gäste, Weiterempfehlungen und Google-Suchen nach Ort und Unterkunftsname. Dafür bleibt, was sie einmal aufgebaut hat, denn Stammgäste wandern nicht ab, wenn ein Portal seine Bedingungen ändert.
Wenn Sie eine Website für Ihre Ferienwohnung erstellen lassen möchten, schauen wir uns Ihre Wohnung und Ihre Portale gemeinsam an. Wie ein Projekt bei uns abläuft, steht auf der Seite Website erstellen lassen, und was es monatlich kostet, unter Preise.
Häufige Fragen
Lohnt sich eine eigene Website schon bei einer einzigen Ferienwohnung? Ja, gerade dann. Schon wenige Direktbuchungen im Jahr gleichen die Kosten aus, weil die Portalprovision entfällt, und Stammgäste buchen am liebsten direkt.
Muss ich dann bei Airbnb und Booking kündigen? Nein, im Gegenteil. Die Portale bringen gerade am Anfang die meisten neuen Gäste. Die eigene Seite sorgt dafür, dass aus diesen Gästen beim nächsten Aufenthalt Direktbucher werden.
Brauche ich einen Belegungskalender mit Online-Buchung? Nicht unbedingt. Für die meisten Wohnungen reichen ein Kalender mit den freien Zeiten und ein Anfrageformular mit Datum und Personenzahl. Ein vollständiges Buchungssystem lohnt sich erst bei mehreren Wohnungen.