Recht & DSGVO

DSGVO auf der Firmenwebsite: Was kleine Betriebe brauchen

Unternehmer sichtet ruhig ein Dokument neben dem Laptop am Schreibtisch

Für die meisten Unternehmenswebsites kommt der Datenschutz auf drei Dinge hinaus: ein vollständiges Impressum, eine Datenschutzerklärung und, falls Sie Dienste wie Statistik oder Karten einbinden, ein Cookie-Banner mit echter Wahlmöglichkeit. Das Impressum ist auf gewerblichen Seiten Pflicht und der häufigste Abmahngrund, weil es sich leicht prüfen lässt. Die gute Nachricht: Wer sauber arbeitet, hat das schnell im Griff. Dieser Text ordnet die Punkte, ersetzt aber keine Rechtsberatung.

Das Impressum gehört auf jede gewerbliche Seite

Ein Impressum ist für fast jede gewerbliche Website Pflicht und muss leicht erreichbar sein, üblicherweise im Fußbereich und mit höchstens zwei Klicks von jeder Seite aus. Das fehlende oder unvollständige Impressum ist der häufigste Grund für Abmahnungen, gerade weil es sich automatisiert finden lässt. Achten Sie darauf, dass Ihre Angaben aktuell und vollständig sind.

Die Datenschutzerklärung betrifft praktisch jeden

Sobald eine Website personenbezogene Daten verarbeitet, braucht sie eine Datenschutzerklärung. Das trifft praktisch jede Seite, denn schon beim Aufruf werden technisch Daten wie die IP-Adresse übertragen. Erst recht gilt das, wenn Sie ein Kontaktformular haben oder externe Dienste einbinden. Die Erklärung muss verständlich sagen, welche Daten zu welchem Zweck verarbeitet werden.

Hände ordnen einen kleinen Stapel gedruckter Unterlagen in einer Mappe Datenschutz wirkt komplizierter, als er für eine normale Firmenwebsite meist ist.

Ein Cookie-Banner ist nicht immer Pflicht. Nötig wird es, wenn Sie Dienste einsetzen, die mehr tun als nur die Seite anzuzeigen, also Statistik-Werkzeuge, Werbe-Pixel oder eingebettete Inhalte wie Karten oder Schriften von externen Servern. Wer auf solche Dienste verzichtet und Schriften lokal einbindet, kommt oft ganz ohne Banner aus. Wenn Sie ein Banner brauchen, muss die Möglichkeit, alles abzulehnen, gleich auf der ersten Ebene erreichbar sein, nicht erst nach einem zweiten Klick.

Ein Beispiel aus der Praxis

Ein Handwerksbetrieb hatte einen aufwendigen Cookie-Banner, obwohl die Seite außer einem Kontaktformular gar keine Tracking-Dienste nutzte. Der Banner verschreckte Besucher ohne Grund. Wir haben geprüft, welche Dienste wirklich im Einsatz sind, die externen Schriften lokal eingebunden und den Banner entfernt, weil keiner nötig war. Die Seite wurde rechtlich nicht schlechter, aber für Besucher angenehmer.

Wo dieser Text endet

Datenschutz ist im Detail ein juristisches Thema, und jeder Betrieb ist anders. Was hier steht, gibt Orientierung, ist aber keine Rechtsberatung. Für Ihre konkrete Situation, besonders bei Onlineshops, Buchungen oder besonderen Daten, sollten Sie im Zweifel einen Fachanwalt oder Datenschutzbeauftragten fragen. Technisch sorgen wir dafür, dass die Grundlagen sauber sitzen.

Wenn Sie wissen wollen, ob Ihre Seite technisch sauber aufgestellt ist, schauen wir nach. Über den Website-Check prüfen wir die technischen Grundlagen, und wie Pflege und Sicherheit danach weiterlaufen, steht im Ratgeber Was passiert nach dem Launch?.

Häufige Fragen

Brauche ich immer ein Cookie-Banner? Nein. Nur wenn Sie Dienste einsetzen, die Daten über das reine Anzeigen der Seite hinaus verarbeiten, etwa Statistik, Werbe-Pixel oder externe Einbettungen.

Reicht ein Impressum aus dem Generator? Als Grundlage oft ja. Achten Sie darauf, dass es vollständig und aktuell ist und zu Ihrer Rechtsform passt.

Ist das hier rechtsverbindlich? Nein, das ist eine Orientierung, keine Rechtsberatung. Bei Unsicherheit fragen Sie einen Fachanwalt oder Datenschutzbeauftragten.

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